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Einer der interessanten Aspekte eines Entwurfs für ein Haus am Strand ist die Möglichkeit, dem Traum der Aufhebung von Außen und Innen näher zu kommen. Tätigkeiten, die sonst zwischen vier Wänden geschehen, können am Strand auch in Räumen stattfinden, die gar keine Wände haben. Das Strandhaus für Familie Lara ist so ein Fall.
Es befindet sich an einem der nördlichsten Strände der Pazifischen Küste Costa Ricas, einer sehr trockenen und abgelegenen Gegend der Provinz Guanacaste. Die Herausforderung dieses Projektes bestand darin, ein Bausystem für ein doppelstöckiges Gebäude zu entwickeln, das in San José von Facharbeitern vorfabriziert werden konnte, um an Ort und Stelle von unerfahrenen einheimischen Arbeitern zusammengestellt werden zu können. Außerdem sollte die Struktur dem sehr starken Erdbeben standhalten, welches gesehen alle 50 Jahre diese Gegend heimsucht und nun jederzeit zu erwarten ist.
Gefragt waren im Erdgeschoss: ein sog. „Familyroom", ein großer offener Aufenthaltsraum und eine große Küche, die sich diesem Saal öffnet. Im oberen Stock: vier Schlaffzimmer mit Glasfront auf eine großzügige Terrasse, von der man den Sonnenuntergang und die Wellen am Strand beobachten kann. Das Ergebnis ist ein längliches Gebäude, welches die gesamte bebaubare Breite des Grundstückes ausnutzt, so platziert, dass man von allen Punkten im Haus eine gute Sicht in Richtung Strand hat. Die längere Fassade des Projektes ist so ausgerichtet, dass sie im senkrechten Verhältnis zu den Meeresbriesen steht, die am Tag eine Süd - Nord und bei Nacht eine Nord- Süd Orientierung haben. Die erdbebenfeste Struktur besteht aus Betonmauern bis zu einer Höhe von 3m, worauf eine Struktur aus galvanisiertem Stahl und Holz gestützt ist. An beiden Enden des Gebäudes wurden jeweils kleinere, identische, überstrukturierte Volumen angebracht, die im Falle eines starken Erdbebens die Hauptstruktur stützen sollen.
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