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Kurz nachdem das Baardse Haus fertig gestellt war, bot sich uns die Möglichkeit, ein zweites Projekt im „Eco Residencial Villareal“ zu konzipieren und die im ersten Haus formulierten Ansätze einer eigenen architektonischen Sprache weiter zu entwickeln. Der Familie Blaser-Engels war bei ihrem Besuch der Siedlung das Baardse Haus wegen seiner unorthodoxen und zugleich pragmatischen Bauweise aufgefallen. Inzwischen hatten die ersten Diskussionen, die das Baardse Haus innerhalb des Nachbarkomitees in Bezug auf das Thema "Stil" ausgelöst hatte, zu einer allgemeinen Lockerung der Bauvorschriften geführt und dadurch den Bau einiger weiterer Häuser ermöglicht, die sich nicht nach dem Kolonialstil richteten.
Die vorzügliche Sicht in Richtung Westen ist nur vom höchsten Punkt des ausgewählten Grundstückes zu genießen. Dabei steht die Richtung des Hangs genau im senkrechten Verhältnis zur erwünschten Blickrichtung. Dies führt dazu, dass sich die meisten Räume im zweiten Stockwerk befinden müssen, um von dieser Sicht profitieren zu können.
Also entschlossen wir uns dafür, das Projekt in zwei Körper zu teilen und sie durch ein Treppenhaus zu verbinden. Diese beiden Körper stehen je zur Hälfte in der Erde und zur Hälfte auf 6m hohen Metallsäulen. Mit dem Rücken der Strasse, dem Regen und dem Wind zugewendet, öffnet sich das Blaser-Engels Haus ganz der spektakulären Sicht im Westen, welche vom Studio aus, im dritten Stock, bis an den Pazifischen Ozean reicht. Als Sonnen- und Regenschutz dienen flügelartige Betonplatten, die proportional mit der Höhe des Gebäudes an Fläche zunehmen. Zusammen mit einem natürlichen Luftzug wird das Haus dadurch selbst an den heißen Sommertagen frisch gehalten und so konnte trotz der vom Bauherren erwünschten Glasfront auf die Klimaanlage verzichtet werden. Wie auch im Baardse Haus, sind die charakteristischen Elemente des Gebäudes Zitate aus den hierzulande in den fünfziger Jahren erbauten Wohnhäusern. Sowohl das Baardse Haus wie auch das Blaser-Engels Haus sollen als eine kritische Neuinterpretation dieser Architektur verstanden werden.
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